... da Euch das Portrait und seine Bearbeitung so zusagt, möchte ich Euch einen kleinen Einblick in seine Entstehung geben und meine Art zu arbeiten.
Nicht immer sind die Bedingungen für eine Aufnahme ideal. Mit der richtigen Ausrüstung, wie der K5 mit ihrem großen Dynamikumfang und der Aufnahme im RAW Format, ist das aber gar nicht so schlimm. In diesem Fall hatte ich zwar das Glück recht nahe an die Schimpansen zu gelangen und kein Gitter zwischen mir und meinem Motiv zu haben, jedoch war eine dicke, verkratzte, spiegelnde und beschlagene Scheibe zwischen mir und meinem Model. Polfilter dabei, Fehlanzeige. Was macht man, wenn scheinbar widrigste Umstände eine gelungene Aufnahme verhindern? Man konzentriert sich aufs Modell und macht die Aufnahme trotzdem. Im Nachgang, der aus der analogen Zeit bekannten und damals selbstverständlichen Entwicklung eines Negativs, versucht man seine Idee aus dem vorhandenen Material herauszuarbeiten und durch Belichtung, abwedeln, Wahl des Härtegrades beim Papier, Chemieeigenschaften etc. zu optimieren. Genau das mache ich in der digitalen Fotografie auch. Meine Dunkelkammer ist ein Mac und Adobe Lightroom, als auch Photoshop und statt eines analogen Negativs, das weit flexiblere und potentere digitale RAW Format.
Anbei drei Phasen bis zum fertigen Bild:
1. das unbearbeitete Ausgangsmaterial: das RAW BIld aus der Kamera

2. die Basisoptimierung: Farb-, Sättigungs- und Kontrastanpassung, Tonwertanpassung und Gradationsänderung, sowie leichte Schärfung.

3. Endprodukt: die fertige Schwarz/Weiß Umsetzung
